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Recyclingfähigkeit beginnt beim Zusammenspiel

Verpackung, Etikett und Klebstoff gehören zusammen.

Recyclingfähigkeit entsteht im Zusammenspiel

Der Mindeststandard 2026 macht sichtbar, worauf es wirklich ankommt.

Wie recyclingfähig ist eine Verpackung tatsächlich? Entscheidend ist nicht nur, ob einzelne Materialien grundsätzlich recycelbar sind. Der Mindeststandard 2026 betrachtet, welcher Anteil einer Verpackung unter realen Sortier- und Verwertungsbedingungen tatsächlich als Wertstoff für das Recycling zur Verfügung steht. Das Ergebnis ist ein konkreter Prozentwert.

Für Unternehmen wird damit vor allem eines deutlich: Die gesamte Verpackung zählt. Material, Konstruktion, Etikett und Klebstoff müssen zusammenpassen.

Ein Klebstoff. Zwei Ergebnisse.

0 % oder 94,3 % Recyclingfähigkeit.

Wie groß der Einfluss einzelner Komponenten sein kann, zeigt ein Beispiel der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR).

Bei einer PET-Flasche mit PP-Etiketten führt ein nicht wash-off-fähiger Etikettenklebstoff dazu, dass die Verpackung mit 0 % Recyclingfähigkeit bewertet wird. Der Klebstoff gilt in diesem Fall als Unverträglichkeit – obwohl der PET-Hauptkörper einen hohen Wertstoffanteil besitzt.

Wird stattdessen ein geeigneter, wash-off-fähiger Etikettenklebstoff eingesetzt, erreicht dieselbe Verpackung im Beispiel 94,3 % Recyclingfähigkeit.

Das zeigt: Auch eine vergleichsweise kleine Komponente kann das Ergebnis der gesamten Verpackung entscheidend beeinflussen.

Frühzeitig gemeinsam planen

Wer eine Verpackung entwickelt oder überarbeitet, sollte die Etikettierung von Anfang an mitdenken.

Denn die Recyclingfähigkeit hängt nicht allein vom Hauptmaterial der Verpackung ab. Auch Materialkombinationen, Etiketten und Klebstoffe können beeinflussen, wie gut eine Verpackung sortiert, getrennt und verwertet werden kann.

Deshalb lohnt sich der Blick auf die gesamte Anwendung:

  • Welches Verpackungsmaterial wird eingesetzt?

  • Welches Etikettenmaterial passt dazu?

  • Welcher Klebstoff wird benötigt?

  • Wie verhalten sich die Komponenten im Sortier- und Recyclingprozess?

  • Gibt es Möglichkeiten, die Verpackung recyclinggerechter zu gestalten?

Wir betrachten gemeinsam mit Ihnen die Anforderungen an Produkt, Verpackung und Etikettierung und unterstützen Sie bei der Auswahl einer passenden Lösung.

Heute prüfen, was morgen zählt

Mit der PPWR wird die Recyclingfähigkeit von Verpackungen weiter an Bedeutung gewinnen. Ab 2030 gelten europäische Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen.

Der deutsche Mindeststandard bietet Unternehmen bereits heute eine Möglichkeit, Verpackungen zu bewerten und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Wichtig dabei: Der Mindeststandard 2026 ist nicht mit der zukünftigen europäischen Bewertungsmethode nach der PPWR gleichzusetzen. Die entsprechende europäische Methodik wird noch konkretisiert.

Umso sinnvoller ist es, bestehende Verpackungslösungen frühzeitig zu betrachten und mögliche Anpassungen rechtzeitig einzuplanen.

Verpackung und Etikett gemeinsam weiterdenken

Sie möchten wissen, welche Etiketten- und Klebstofflösung zu Ihrer Verpackung und Anwendung passt?

Unsere Experten unterstützen Sie dabei, die verschiedenen Komponenten gemeinsam zu betrachten und geeignete Lösungen unter Design-for-Recycling-Gesichtspunkten auszuwählen.

Gemeinsam Lösung prüfen